Züchter des Jahres 2010 der Rasse Warmblut

Immer etwas Besonderes

„Ich wollte eigentlich nie das, was alle haben“ resümiert Ludwig Berger, wenn er zurückdenkt, wie er die passenden Hengste für seine Stuten aussuchte. Passen muss es und gepasst hat es wohl in den meisten Fällen. Der beste Beweis dafür ist die lange, lange Liste der sporterfolgreichen Pferde, die auf dem schönen Rottaler Hof bei Ludwig Berger in Freiling auf die Welt gekommen sind. So war es wirklich langsam an der Zeit, dem passionierten Züchter und Pferdeliebhaber den Titel des Züchters des Jahres im Bereich des Pferdezuchtverbandes Niederbayern/Oberpfalz zu verleihen. Auch wenn Ludwig Berger aufgrund eines Krankenhausaufenthaltes den Preis nicht persönlich in Empfang nehmen konnte, so hat die Urkunde doch inzwischen einen Ehrenplatz zwischen all den unzähligen Fotos, die im Hause der Bergers an die schönen Züchtererfolge erinnern sollen.

Stute Pamina v. Pilot/Goetz/Efendi Stute des Jahres Karpfham
Stute Gina v. Cosinus B mit Hengstfohlen Rudi v. Raphael, erfolgreich S-Springen

Schon der Vater von Ludwig Berger habe ein Faible für die Rösser gehabt und es waren so lange er denken kann, Pferde auf dem Hof. Früher zur Arbeit auf dem Feld oder am Sonntag vor der Kutsche leisteten vor allem die Rottaler Pferde beste Dienste und bestimmten lange den Pferdebestand. Mit der fortschreitenden Mechanisierung der Landwirtschaft verloren die treuen Rottaler so langsam ihre Bedeutung, weiß Berger zu berichten. Aber nach und nach entstanden Reitvereine und auch Turniere wurden abgehalten und der Wunsch ein edleres und größeres Pferd nur zu Reitzwecken zu züchten erfüllte damals nicht nur Ludwig Berger. Die entstehenden Hengststationen unter anderem bei den Familien Holzeder und Bachl, zu denen die Bergers beste Freundschaft pflegen, boten Warmbluthengste vorrangig aus Norddeutschland an und so entstand aus dem ursprünglichen Arbeitspferd nach und nach das sportliche Pferd für die Nutzung im Reitsport. Ludwig Berger erkannte die Zeichen der Zeit und stieg in die Sportpferdezucht ein. Dass Sohn Ludwig auch am Reiten Spaß fand und das Hobby des Vaters mit pflegte, war für den sich schnell einstellenden Erfolg sehr hilfreich. Schon 1979 konnten Bergers sich über den ersten gekörten Hengst freuen. Ein Bild von Abtino von Absinth hängt noch heute an der Wand. Vor allem die Springpferde hatten es Ludwig Berger angetan und so pflegte er schon bald einige erfolgreiche Springlinien in seiner Zucht. So konnte zum Beispiel die Pilot/Götz/Efendi Stute Pamina zahlreiche im Sport erfolgreiche Nachkommen aufweisen und erhielt selber den Titel Stute des Jahres in Karpfham. In vielen Pedigrees erfolgreicher Pferde taucht die Cosinus B/Graphit Tochter Gina auf, die bei Ludwig Berger in der Zucht stand. So ist ein Sohn von Raphael hocherfolgreich bis S-Springen und der süddeutsch gekörte Hengst Quadrigus Son von Quadrigus M/Argentinus ist schon wieder ein Urenkel der Gina. Die Liste ließe sich noch lange fortführen, so weist die FN Erfolgsbilanz Ende 2010 für den Züchter Ludwig Berger alleine in Deutschland 53 erfolgreiche Pferde auf, weitere 13 Zuchtprodukte sind eingetragen und stehen am Beginn ihrer Sportkarriere.  In den besten Zeiten standen immer 6 bis 7 Mutterstuten mit der Nachzucht auf dem Anwesen der Bergers und durften sich dort bester Pflege auf den weitläufigen Weiden nahe Bad Birnbach erfreuen. Oft konnte Ludwig Berger seine Fohlen erfolgreich über den Fohlenmarkt verkaufen, spätestens als Sportpferde waren die Bergerschen Zuchtprodukte bei den Reitern begehrt. Heute ist Ludwig Berger – man mag es nicht glauben, wenn man ihn mit leuchtenden Augen von seinen Rössern erzählen hört – achtzig Jahre alt und muss inzwischen etwas kürzer treten. Doch ganz ohne Pferde geht es nicht und so laufen noch vier Pferde auf der Weide und eine junge Stute von Goldfever II ist derzeit beim Anreiten. Auch die Schwiegertochter ist noch aktiv im Zuchtgeschehen und so wird im nächsten Frühjahr Nachwuchs vom Holsteiner Spitzenhengst Colman erwartet. Der Pferdezuchtverband Niederbayern/Oberpfalz vertreten durch seinen Vorsitzenden Hubert Berger wünscht dem großen Pferdefachmann und Spitzenzüchter Ludwig Berger, der Niederbayerns Warmblutzucht immer exzellent repräsentiert hat, noch viele schöne Jahre im Kreise seiner Familie und natürlich noch weiterhin viel Spaß mit der Pferdezucht, wenn auch zukünftig mehr als Beobachter und Berater.

Andrea Kaufmann

Mutterstutenherde

In den besten Zeiten standen immer 6 bis 7 Mutterstuten mit der Nachzucht auf dem Anwesen der Bergers und durften sich dort bester Pflege auf den weitläufigen Weiden nahe Bad Birnbach erfreuen. Oft konnte Ludwig Berger seine Fohlen erfolgreich über den Fohlenmarkt verkaufen, spätestens als Sportpferde waren die Bergerschen Zuchtprodukte bei den Reitern begehrt. Heute ist Ludwig Berger – man mag es nicht glauben, wenn man ihn mit leuchtenden Augen von seinen Rössern erzählen hört – achtzig Jahre alt und muss inzwischen etwas kürzer treten. Doch ganz ohne Pferde geht es nicht und so laufen noch vier Pferde auf der Weide und eine junge Stute von Goldfever II ist derzeit beim Anreiten. Auch die Schwiegertochter ist noch aktiv im Zuchtgeschehen und so wird im nächsten Frühjahr Nachwuchs vom Holsteiner Spitzenhengst Colman erwartet. Der Pferdezuchtverband Niederbayern/Oberpfalz vertreten durch seinen Vorsitzenden Hubert Berger wünscht dem großen Pferdefachmann und Spitzenzüchter Ludwig Berger, der Niederbayerns Warmblutzucht immer exzellent repräsentiert hat, noch viele schöne Jahre im Kreise seiner Familie und natürlich noch weiterhin viel Spaß mit der Pferdezucht, wenn auch zukünftig mehr als Beobachter und Berater.

Andrea Kaufmann

Termine

Di, 29.05.2012 Stutbucheintragungen

mit Vorauswahl zur Landesschau in München-Riem

Fr, 15.06.2012 Anmeldeschluss

für Fohlenauswahl 2. Bayerische Warmblut-Fohlenauktion in München-Riem, Fohlenprämierung Warmblut und für alle Stutbucheintragungstermine im Juli